Portofino Geschichte im Überblick
Der Ort entstand rund um eine geschützte Hafenbucht an der ligurischen Küste. Seine Geschichte reicht von einem antiken Namen in römischen Texten über Jahrhunderte unter dem Einfluss der Republik Genua bis zur Festung über dem Hafen und zur Abtei in der Nachbarbucht. Diese Seite zeigt die Kapitel, die ein Datum tragen.
Das meiste davon siehst du auf einem Spaziergang. Die Burg steht auf der Seite zum Castello Brown, die Abtei auf der Seite zu San Fruttuoso, und die Statue unter Wasser in der Bucht auf der Seite zum Christus der Tiefe.

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Von Portus Delphini bis Genua
Die Bucht trägt den antiken Namen Portus Delphini, der bei Plinius und in antiken Seewegverzeichnissen steht. Der Name zeigt, dass die Bucht zur Römerzeit als Hafen bekannt war. Bewiesen ist damit weder eine Gründung durch die Römer noch der Grund für den Namen, der oft mit Delfinen verbunden wird. Das bleibt eine Überlieferung.
In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Bucht zwischen lokalen Adelsfamilien und der Republik Genua, und die spätere Ortsgeschichte ist eng mit Genua verbunden. Viele Reisen nach Portofino beginnen deshalb noch heute dort. Die Wege findest du unter Anreise nach Portofino.
Jahreszahlen zum Merken
Die Kapitel der Geschichte von Portofino, die sich mit einem Jahr belegen lassen.
| Wann | Was geschah |
|---|---|
| 8. Jahrhundert | Die Kirche von San Fruttuoso hat hier ihren Ursprung |
| 16. Jahrhundert | Der Turm vor der Abtei entsteht |
| 1867 | Montague Yeats Brown, britischer Konsul in Genua, kauft die Burg über dem Hafen und besitzt sie bis 1905 |
| 1954 | Der bronzene Christus der Tiefe wird in der Bucht von San Fruttuoso versenkt |
| 1961 | Die Gemeinde Portofino erwirbt die Burg |
| 1983 | Die Abtei San Fruttuoso geht per Schenkung in das Eigentum des FAI über |
Castello Brown: von der Festung zum Besitz der Gemeinde
Auf dem Hügel über dem Hafen steht die Festung, die heute Castello Brown heißt. Montague Yeats Brown, ein britischer Konsul in Genua, kaufte sie 1867 und besaß sie bis 1905. Die Gemeinde erwarb sie 1961. Besuchen kannst du sie mit einem Ticket, das an der Eingangskasse verkauft wird. Zeiten und Preise stehen auf der Seite zum Castello Brown.
Der Spaziergang vom Hafen zur Burg und weiter zum Aussichtspunkt unterhalb des Leuchtturms dauert insgesamt etwa 30 Minuten. Plane mit der Aussicht vom Aussichtspunkt, nicht mit einem Turmaufstieg.

Abtei San Fruttuoso und Christus der Tiefe
Die Abtei liegt in einer Bucht ohne Straße. Die Kirche dort reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter wuchs die Abtei, und im 16. Jahrhundert kam ein Turm davor hinzu. Seit einer Schenkung 1983 gehört sie dem FAI, dem italienischen Naturschutz- und Kulturverband. Erreichen kannst du sie zu Fuß oder per Boot.
1954 wurde eine Bronzestatue Christi mit erhobenen Armen, geschaffen von Guido Galletti, in der Bucht versenkt. Sie steht unter Wasser in etwa 17 m Tiefe, und ihre nach oben gerichtete Haltung ist für die Betrachtung von unterhalb der Wasserfläche gedacht. Die Regeln im Meeresschutzgebiet stehen auf der Seite zum Christus der Tiefe.

Portofino Geschichte: häufige Fragen
Woher kommt der Name Portofino?
Der antike Name Portus Delphini steht bei Plinius und in römischen Seewegverzeichnissen. Die Verbindung zwischen diesem Namen und Delfinen ist eine Überlieferung und nicht bewiesen.
Wem gehörte das Castello Brown?
An der Stelle steht eine Festung, die der britische Konsul Montague Yeats Brown 1867 kaufte und bis 1905 besaß. Seit 1961 gehört sie der Gemeinde Portofino.
Wie alt ist die Abtei San Fruttuoso?
Die Kirche reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, und der FAI besitzt sie seit einer Schenkung 1983. Der Turm vor der Abtei stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Wann kam der Christus der Tiefe ins Meer?
1954, in die Bucht von San Fruttuoso. Die Bronze stammt von Guido Galletti und steht in etwa 17 m Tiefe.
Kann ich die Geschichte auf einem Tagesausflug sehen?
Ja. Der Spaziergang vom Hafen zur Burg dauert etwa 30 Minuten, und die Boote ab Camogli erreichen San Fruttuoso in rund 30 Minuten, mit saisonalen Fahrplänen.



